Symposium 2018

Programm

Eine ausführliche Beschreibung des Vortragsprogramms

finden Sie weiter unten auf dieser Seite. 

Preise: 

Hinweis: Kartenzahlung an der Tageskasse ist nicht möglich.

Vortragsprogramm:

- Vorträge am 20.04.2018:


Anschläge in Krankenhäusern -

Open House oder Festung?

Vereinbarkeit von "Open-House-Prinzip" mit Sicherheit. 

Grundverständnis von Sicherheit in Krankenhäusern.

Möglichkeiten und Grenzen.

Praktische Hilfen.

Weiterführende Projekte zu "mehr Sicherheit im Krankenhaus"

Vortrag von Andreas Glatzel und Armin Hahn, Bundeswehr.


Zentraler operativer Notfallkoordinator = ZONK

und der ärztliche Notfallkoordinator 

 

Vortrag von Dr. Axel Franke, Koblenz


Vorstellung der Evakuierungs-Matratze Modell "Klinikverbund Südwest"

 

Vortrag von Bernd Waibliner, Klinikverbund Südwest, Sindelfingen


Opferidentifikation

 

Insbesondere nach Großschadensereignissen hat man es mit einer Vielzahl Verletzter und Toter zu tun. Neben der vorrangigen Versorgung der Verletzten geht es in diesem Zusammenhang auch um die Identifizierung der Betroffenen und um forensische Fragestellungen. Es stehen unterschiedliche Identifizierungsmethoden zur Verfügung, die abhängig von der Ereignislage zum Einsatz kommen. 

Vortrag von Prof. Dr. Markus Rothschild, Uniklinik Köln, Institut für Rechtsmedizin


Internationale Zusammenarbeit des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bezug auf Krankenhausalarm- und Einsatzplanung

 

Das BBK ist seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der Krankenhausalarm- und - einsatzplanung (KAEP) aktiv. Gleichwohl die politische Verantwortung der KAEP bei den Bundesländern liegt, hat das BBK für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz ein Interesse an einer bundeseinheitlichen Umsetzung des KAEP. Dies geschieht zum Beispiel durch die Bereitstellung von Handlungsempfehlungen (Leitfaden Krankenhausalarmplanung von 2008). 

Vortrag von Dr. Barbara Kowalzik


Komplexe Lage - einfacher Plan - Strategien zur Plangestaltung

aus Sicht des Krankenhauses

 

Krankenhausalarm- und Einsatzpläne bestehen häufig aus einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten. Für die Mitarbeiter/innen der Krankenhäuser sind solche Pläne schwer lesbar. Deshalb muss es neue Ansätze geben, Einsatzpläne zu gliedern und inhaltlich zu gestalten. Der Vortrag von Detlef Cwojdzinski (Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin) wird Lösungsansätze aufzeigen, die für eine Optimierung der Pläne genutzt werden können. 


Komplexe Lage - einfacher Plan - Strategien zur Plangestaltung

aus Sicht der Behörden

 

Situationen oder komplexe Lagen, die die Kapazität oder die Funktionalität eines Krankenhauses einschränken oder herausfordern, können sehr unterschiedliche Dynamiken entwickeln. Der Plan muss diesem Prozess zu jedem Zeitpunkt gerecht werden und von allen Akteuren gelebt werden. Wie wird gewährleistet, dass die internen Pläne eines Krankehauses mit extremen Akteuren des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Polizei oder der Katastrophenabwehrbehörden harmoniert sind?

Vortrag von Prof. Dr. Peer Rechenbach, Hamburg


Alarmpläne in der Schifffahrt -

Was können wir davon lernen?

 

Im Notfall muss jeder Mitarbeiter wissen, welche Aufgabe oder Funktion er zu erfüllen hat. Außerdem müssen eine Vielzahl von Notfallsituationen strukturelle Vorgaben vorhanden sein, um die Sicherheit der Menschen und die weitere Betriebsfähigkeit des Krankenhauses zu gewährleisten. Die Sicherheitsrollen auf Schiffen weisen jedem Besatztungsmitglied entsprechend der vorliegenden Notfallsituation Aufgaben und Funktionen zu. ...

Vortrag von Dr. Hans-R. Paschen, Klinik für Anästhesiologie u. Intensivmedizin, 

Evangelisches Amalie Sieveking-Krankenhaus Hamburg


Üben - Üben - Üben

Warum das Üben so schwer fällt!

 

Die Notwendigkeit, aktualisierte Alarm- und Einsatzpläne des Krankenhauses vorzuhalten, hat sich mittlerweile auch bei Krankenhausverwaltungen herum gesprochen. Viele Krankenhäuser haben inzwischen ihre Pläne, oft mit externer Hilfe, aktualisiert. Der einzige Weg zur erfolgreichen Bewältigung verschiedener Lagen bleibt jedoch die regelmäßige Übung. Hieran mangelt es, mit löblichen Ausnahmen einzelner Häuser, in der Breite nach wie vor. Dr. Patrick Tralls (Städtisches Klinikum Solingen) sucht eine Näherung an die Gründe und mögliche Lösungswege auf dem Weg zum regelmäßigen Training verschiender Lagen. 


C-Lage, ein Screening-Tool

 

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Stadt Köln


B-Lage

Lassafieber in Köln

 

Vorgestellt wird der Fall einer erst postmortal diagnostizierten Infektion mit dem hochansteckenden Lassavirus und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Personen, die vor dem Versterben Kontakt mit dem Patienten hatten ohne zu wissen, dass dieser an einer hochansteckenden Krankheit leidet. 

Vortrag von Dr. Felix Kolibay, Uniklinik Köln


Formen von Workplace Violence im Klinikbereich - 

Präventionsansätze und ein Erfahrungsbericht aus der Schweiz

 

Drohungen und Angriffe auf Mitarbeiter sind leider in Krankenhäusern keine Seltenheit. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Gewalt zu werden, ist für Personen im Gesundheitswesen etwa 16 aml höher als in anderen Dienstleistungsberufen. Am Beispiel einer Schweizer Universitätsklinik wird gezeigt, welche Präventionsansätze möglich und erfolgversprechend sind. 

Vortrag von Dr. Jens Hoffmann, TPS GmbH


DAKEP-Zert

 

Es besteht die Idee, die Krankenhausalarm- u. -einsatzplanung im Rahmen des KTQ-Zertifizierungsverfahrens zu zertifizieren. Im Vortrag wird der Hintergrund und der aktuelle Stand hierzu dargestellt. 

Vortrag von Carsten Thüsing und Dr. Katja Scholtes, Kliniken der Stadt Köln


Curriculum des Leiters Krankenhausalarm- und Einsatzplanung

 

Im Vortrag wird über den Leiter KAEP berichtet und die möglichen Voraussetzungen für diese Funktion werden beschrieben. 

Vortrag von Dr. Katja Scholtes, Kliniken der Stadt Köln


Kritischer Blick in die Literatur

 

Wichtige Studien und Veröffentlichungen der letzten Jahre zum Thema Krankenhaus-alarm- und Einsatzplanung werden vorgestellt. 

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Wurmb, Uniklinik Würzburg


- Vorträge am 21.04.2018:


Individualversorgung oder Katastrophenmedizin?

Ein Blick auf die Grenze

 

Bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) soll die individualmedizinische Versorgung solange wie möglich aufrecht erhalten werden. Wenn dies nicht mehr möglich ist, richtet sich die medizinische Versorgung nach dem Überleben und nicht nach dem bestmöglichen funktionellen Outcome. Wann ist ein solcher Übergang, wer legt dies fest und wie gehen wir mit einer Entscheidung um, die sich im Nachhinein als unbegründet herausstellt? ...

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Wurmb, Universitätsklinikum Würzburg


MANV 10 - 50 - 100 - 1000

Was müssen und können Krankenhäuser leisten?

 

Einsatzlagen mit einem Massenanfall von Verletzten machen eine Steigerung der Versorungskapazität der weiterversorgenden Kliniken erforderlich. Das Ausmaß dieses Steigerungsbedarfs ist abhängig von der Größenordnung des Ereignisses und dem räumlichen Abstand zur jeweiligen Klinik. Welche Vorkehrungen sollten sowohl Kliniken als auch die rettungsdienstliche Einsatzleitung treffen, um eine adäquate Patientenversorgung zu schaffen und aufrecht zu erhalten. 

Vortrag von Dr. Wolfgang Lenz, Gelnhausen


Evakuierung von Intensivpatienten -

ein Konzept

 

Patientinnen und Patienten von Überwachungs- und Intensivstationen sind in der Mehrzahl nicht mobil, häufig nicht wach und in vielen Fällen kreislaufinstabil. Havarien (Brände, Verrauchungen, ...) von Überwachungs- und Intensivstationen stellen somit eine besondere Herausforderung bei notwendigen Evakuierungen  für das Krankenhauspersonal und für die Einsatzkräfte der Gefahrenabwehr dar. Eine gemeinsame Abstimmung im Einsatz hinsichtlich des Gefahrenpotentials einerseits und den notwendigen "Lofe-Lines" für die Patienten andererseits erfordert Ausbildung von medizinischem Fachpersonal an der Schnittstelle Medizinische Versorgung - Gefahrenabwehr um sich in Gefahrenbereichen gemeinsam betätigen zu können. 

Vortrag von Prof. Dr. Simon Little, Gießen


Sichtung in der ZNA -

Wie sonst üblich, oder anders?

 

Über IVENA stehen dem Sichtungsarzt des Krankenhauses bei einem MANV alle notwendigen Informationen über die zugewiesenen Patienten elektronisch zur Verfügung. Dies ermöglicht eine optimierte Ressourcensteuerung sowohl für die präklinische als auch klinische Versorgung, 

Vortrag von Georg Jung, Frankfurt a. M.


Retten aus unwegsamen Gelände -

Universelle Katastrophenschutzeinheit der Johanniter

 

Die JUH in Nordrhein-Westfalen haben eine Universelle Katastrophenschutzeinheit (UNIKE) aufgestellt, die mit ihren geländegängigen Fahrzeugen und speziellen Ausstattungsmerkmalen und Unterstützungsmöglichkeiten in schwerem Gelände und zerstörter Infrastruktur (z. B. nach Starkregen, Hochwasser, Schneechaos, Erdbeben ...) zur Menschenrettung und -versorgung in den Einsatz kommen. ...

Vortrag von Richard Krings, Köln


 

Krisenkommunikation -

ein kurzer beispielreicher Handlungsleitfaden

 

Potenziell kritische Themen gibt es in der Krankenhauslandschaft genug: Hygieneskandale, Behandlungsfehler, technische Störungen sind nur einige Beispiele. Auch wenn jede Krise anders verläuft, gibt es grundsätzliche Regeln und Handlungsempfehlungen, die im Krisenfall Stütze für eine professionelle Kommunikation sind. Neben den Grundregeln wird im Vortrag auch auf das "Angstthema" und Beschleuniger Social Media in der Krise eingegangen. 

Vortrag von Kati Müller, Kechum Pleon, Dresden 


Hilfe für Helfer

 

Die Hilfe für Helfer - ebenfalls bekannt als Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) - gewinnt auch zunehmend im präklinischen und klinischen Kontext an Bedeutung. Der Beitrag gibt einen kompakten Überblick zu besonderen Herausforderungen und Belastungen von Einsatzkräften im medizinischen Kontext sowie zu Modellen und Möglichkeiten der PSNV-E, besonders mit Blick auf Fragestellungen in Großschadenslagen. 

Vortrag von Verena Blank-Gorki, Hamburg


C-Lage: Der kontaminierte Patient

Dekontamination aus Sicht des Arbeitsschutzes

 

Im Rahmen des Vortrags wird die Aufnahme chemisch kontaminierter Patienten betrachtet. Dies geschieht mit dem Hauptaugenmerk auf den gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsschutz des Personals, der in Einklang mit den notwendigen medizischen Maßnahmen am Patienten zu betrachten ist. Bestandteil des Vortrags ist die Auswertung der Umfrage des Ist-Zustands an Krankenhäusern sowie Vorschläge konkreter Ausrüstungs- und Schulungsmaßnahmen. 

Vortrag von Sven Honnefeller, Heidelberg


Die C-Lage aus Sicht der Feuerwehr /

Chemische Gefahrstoffe: Technische + Medizinische Rettung, Dekontamination

 

Der Vortrag zeigt die besonderen Herausforderungen bei der Rettung von Menschen aus chemischen Gefahren, die nachfolgende Dekontamination und die kritisch begrenzte Möglichkeiten der Notfallmedizin in diesem Prozess. 

 

Vortrag von Dr. Jörg Schmidt, Köln


Hochinfektiöse Patienten 

Behandlungszentrum Uniklinik Düsseldorf

 

Das eingesetzte medizinische Personal zur sicheren Behandlung von Patienten mit hochinfektiösen Erkrankungen erfordert besondere Ausstattungen und Trainings. Im Vortrag wird das Behandlungs- und Sicherheitskonzept von Deutschlands modernster Isolierstation an der Uniklinik Düsseldorf vorgestellt. 

Vortrag von Dr. Andre Fuchs, Düsseldorf


Krisenmanagement im Wirtschaftsunternehmen:

Was können Krankenhäuser lernen?

 

Nicht nur Unternehmen, die zu den kritischen Infrastrukturen gerechnet werden, befassen sich mit Krisenmanagement. Auch Konzerne und große mittelständische Unternehmen betreiben spezifische und an ihre Bedarfe angepasste Krisenmanagement-Systeme. Aufbauend auf Business Continuity ...

Vortrag von Dr. Everhard von Groote, Düsseldorf


Störfall in einer kerntechnischen Anlage -

Was bedeutet ein "Fukushima-Unfall in Tihange? 

 

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Kernenergie erfordert auch eine sachliche Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Risiken. Für einen Störfall in einer kerntechnischen Anlage werden weitreichende Schutzvorkehrungen getroffen und spezielle Notfallpläne erstellt. Der Vortrag stellt die behördlichen Planungen und Schutzziele sowie Maßnahmen zum Katastrophenschutz dar. Welche Dosis ist für einen Störfall tolerabel und was bedeutet das aus Sicht des Strahlenschutzes?

Vortrag von Kai Schmittberger u. Sven Bergmann, Heidelberg


Radiologische / nukleare Lage aus Sicht des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst

 

Das Thema "Strahlenunfall" ist in der Bevölkerung weit verbreitet mit großen Ängsten und Unsicherheiten verknüpft. Bei einem entsprechenden Störfall - zum Beispiel in kerntechnischen Anlagen - ist daher damit zu rechnen, dass alle Einrichtungen des Gesundheitswesens in hohem Maße beansprucht werden, auch wenn eine relevante und objektivierbare medizinische Gefährdung wenig wahrscheinlich ist. 

Vortrag von Dr. Joachim Habers, Städteregion Aachen